WK vom 16.04.2013

Oberschule Habenhausen gewinnt Sprachenwettbewerb

20 Gruppen beim Landesentscheid in Wilhelm-Focke-Schule

V O N  C H A R L O T T E  E B E R T

 

FOTO: KUHAUPT

Erfolgreich: Sharmila Miller (l.) und EmilieD‘Souza mit ihrem Preis.

 

Bremen.

Eine russische Talentshow, ein französischer Film über einen Traum und ein englisches Drama, das Mobbing an einer Schule thematisiert.

Das sind drei der 14 Beiträge, die gestern in Horn-Lehe beim Landesfinale des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen an der Wilhelm-Focke-Oberschule gezeigt wurden.

Sprachkompetenzen fördern und gleichzeitig die Neugier auf fremde Kulturen wecken. Darum ging es beim Landessprachenfest in Horn-Lehe.

Gewonnen hat der Film „Attention-Seeking“ der neunten Klasse der Oberschule Habenhausen. Der Film behandelt die Themen Mobbing, Ausgrenzung und Gewalt. Durch das Problematisieren dieser heiklen Thematiken und das hohe Sprachniveau habe der Film die vierköpfige Jury überzeugen können, sagte Beata Warszewik-König, Beauftragte für den Bundeswettbewerb in Bremen. Gefördert wird das Landesfinale vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Bereits zum zwanzigsten Mal konnten sich Schüler ab der Jahrgangsstufe 5 in Gruppen bewerben.

Die jeweiligen Landessieger treten im Juni noch einmal gegeneinander an und bringen ihre Beiträge erneut auf die Bühne. Der Wettbewerb richtet sich an Schüler, die Spaß an Fremdsprachen haben und das gerne spielerisch umsetzen möchten. Ob als Hörspiel, Theaterstück oder Film – den Schülern sind keine Grenzen gesetzt, auch sprachlich nicht. Sie können mit jeder Sprache teilnehmen, die an einer Schule unterrichtet wird. Insgesamt 20 Gruppen aus acht Schulen hatten sich im Oktober vergangenen Jahres für das Sprachenfest beworben. In einer Vorauswahl im Februar qualifizierten sich jene 14, die gestern erneut ihr Können unter Beweis stellen mussten.

Dabei hatte jeder Beitrag eine eigene Fachjury: Je zwei Oberstufenschüler und zwei Fachleute bewerteten die Stücke. Alle vier mussten in der Sprache, in der der Beitrag gezeigt wird, besonders kompetent sein. So konnte der russische Beitrag genauso fair bewertet werden wie die französischen.

Warszewik-König lobte diese neuartige Form von Unterricht, die das Erlernen von Sprachen fördere: „Die Kinder sammeln Ideen, teilen sich in unterschiedliche Aufgabenbereiche ein und können ein kreatives Projekt umsetzen und präsentieren“, sagte die Schulleiterin der Oberschule.

Der gleichen Meinung sind auch Emilie D’Souza und Sharmila Miller. Die Neuntklässlerinnen nahmen stellvertretend für ihre Gruppe den Preis für „Attention-Seeking“ entgegen. Die ganze Klasse sei an dem Projekt beteiligt gewesen, zuvor habe man gemeinsam verschiedene Themen diskutiert. Zusammen wolle man nun genauso fair darüber entscheiden, wer die Klasse beim Bundesfinale in Kiel vertreten dürfe.

 

 

 

 

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